Mitschnitt des Radio-Ton-Beitrags über Rügistan:

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"Schule Als Staat" ist ein Großprojekt, an dem die komplette Schule beteiligt ist. Dabei verwandelt sich das Mönchseegymnasium vom 19.-23.7.2010 in einen demokratischen Staat, Rügistan. In Rügistan gibt es alles, was es in einem "normalen" Staat auch gibt, z.B. Regierung, Parlament, Post, Bank mit eigener Währung (Rügis), verschiedenen Läden und Institutionen uvm.
Rügistan ist zu den weiter unten aufgeführten Zeiten für JEDERMANN geöffnet sein und es ist jedem möglich, unser aufwändiges und spaßiges Ergebnis nach einem Jahr harter Arbeit der ganzen Schulgemeinschaft mitzuerleben.
Parlament:
Jede/r Klasse/Kurs (von 6 bis 12) wählte eine/n Repräsentanten/in, den sie für vertrauenswürdig hielt, ihre Klasse im Parlament zu vertreten. Dies geschah von Klasse 8-12 außerhalb der Unterrichtszeit und durfte den normalen Unterricht nicht stören.
Die Parlamentsmitglieder haben die Aufgabe, im Parlament über wichtige Entscheidungen wie Gesetze abzustimmen. Die Parlamentsversammlungen fanden größtenteils schon vor der Projektwoche statt. Daher werden die Parlamentsmitglieder normal in einem Betrieb mitarbeiten können.
Präsident:
Der Präsident hat in unserem Staat eine größtenteils repräsentative Aufgabe. Er wird sich der Presse, den Eltern und dem Parlament stellen müssen. Außerdem ist es seine Aufgabe, Gesetzesentwürfe des Parlaments zu unterschreiben bzw. auf eine Überarbeitung zu drängen. Der Präsident wurde vom Volk (den Schülern) direkt gewählt.
Unser gewählter Präsident ist Stefan Rainer.
Betriebe:
Jede Klasse von Stufe 5-11 hat klassenintern 2-3 Betriebe gegründet. Die Oberstufe (Klasse 12) durfte kursübergreifend Betriebe gründen, wobei es trotzdem im Schnitt zwei Betriebe pro Kurs geben sollte.
Regierung:
Unsere Regierung besteht aus der vom Parlament demokratisch gewählten Kanzlerin (Sarah Zwink; 12) und ihren Ministerinnen und Ministern. Diese sind die Justizministerin (Lena Bauer; 12), der Finanzminister (Benjamin Zeiher; 12), die Innenministerin (Florentine Simpfendörfer; 12) und die Arbeitsministerin (Stefanie Gräßle; 12).
Zoll:
Der Zoll überprüft zum Einen die Anwesenheit aller Bürger, zum Anderen auch die eingebrachten Ware, damit deren Wert im Steuerformular richtig vermerkt wird. Man muss sich also beim Zoll anmelden und abmelden. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, werden die Zollstationen wie folgt eingeteilt:
Unterstufe: Eingang bei den Fahrradständern
Mittelstufe: Eingang beim Raum 01 (Religionszimmer im Keller)
Oberstufe: Eingang beim Sanizimmer, bei der Chemie
Wareneingang: Eingang beim Raum 01 (Religionszimmer im Keller)
Außerdem ist der Zoll für die Visa der Besucher zuständig: Erwachsene zahlen für die Einreise an einem Tag 1 €, eine Wochenkarte gibt es für 2,50 €. Kinder zahlen pro Tag 0,50 €.
Justizministerium:
Wenn sich jeder an die Regeln des normalen Lebens hält, wird dieses Ministerium nicht viel zu tun haben. Sollte aber trotzdem der Verdacht auf ein Gesetzesverstoß aufkommen, so kann man zur Justizministerin (im BK-Saal) kommen und den Verdacht vorbringen. Es wird dann geklärt, ob eine Anklage erhoben werden soll.
Arbeitsministerium:
Sollte der Betrieb nicht so laufen, wie man sich das vorgestellt hat, so kann man zur Arbeitsministerin (im BK-Saal) kommen, um die Lage zu besprechen.
Finanzministerium:
Grundsätze: Wechselkurs 1:10 (Euro in Rügis)
Vorab zahlt jeder Schüler und Lehrer 10 Euro, dafür erhält jeder 80 Rügis. 20 Rügis werden als Steuern einbehalten. Das bedeutet, dass jeder Schüler erst einmal Geld einbringen muss. Des weiteren muss er natürlich auch vor Schule als Staat Geld für die Waren ausgeben. Bei guter Planung und guten Preisen ist es allerdings möglich sogar mit Gewinn aus dem Projekt heraus zu gehen.
Steuern: Ab 5 Rügis Einnahmenüberschuss (Einnahmen minus Ausgaben für Materialien, aber ohne Abzug der Gehälter) in einem Unternehmen müssen 20% Steuern gezahlt werden, und ab 1000 Rügis 40% Steuern.
Steuernummern hängen mit Raumverteilungsplan aus.
Nach Ladenschluss: Nach Ladenschluss wird abgerechnet. Von den Einnahmen werden die Materialkosten abgezogen (Achtung mit Euro und Rügi). Danach geht der Geschäftsführer mit dem Einnahmenüberschuss, zur Zentralbank. Dort werden die Steuern errechnet und bezahlt. Daraufhin geht er zurück in seinen Betrieb und teilt den Gewinn (Einnahmenüberschuss minus Steuern) zu gleichen Teilen unter den Mitarbeitern als Lohn aus.
Grundbedingung für die Steuern an die Betriebe: Buchführung ist Pflicht. Hierfür gibt es Steuerformulare. Dieses Formular wird genau ausgefüllt und hilft auch abends bei der Abrechnung. Für diese Arbeit ist der Geschäftsführer verantwortlich. Die Waren müssen bei der Einfuhr beim Zoll eingetragen werden. Es gibt Steuerprüfer, die die ordnungsgemäße Steuereinzahlung und die Buchhaltung kontrollieren. Bei Nichtzahlung der Steuern bzw. nicht durchschaubarer Buchführung wird eine Geldstrafe die Folge sein.
Lohnauszahlung in den Betrieben: Der Gewinn wird in den Betrieben gleichmäßig aufgeteilt.
Ziele:
Zur Preisorientierung: Man sollte sich von 100 Rügis mindestens 5 verschiedene Dinge leisten können. Der Wettbewerb spielt eine große Rolle.
„Geldeinsammeltag“: am Mittwoch in der großen Pause. 10 € an jeweiliges Parlamentsmitglied. Parlamentsmitglieder bringen das Geld zur Zentralbank vor dem Sekretariat (mit Klassenlisten). Rügis werden am Mo den 19.07 ausgezahlt auch an Parlamentsmiglieder.
Letzter Umtausch von Rügis in Euros erfolgt am Fr den 23.07.
Rügistan-Hymne:
1. Strophe:
Das was uns in Rügistan vereint,
sind die schönen Töne der Freundlichkeit.
wir halten fest zusamm´ zu jeder Zeit,
die Zukunft steht jetzt für uns bereit.
Refrain:
Lasst uns diesen
Weg gemeinsam gehen,
und das Leben in Rügistan genießen,
solange Solidarität, über allem steht.
2. Strophe:
Das was uns in Rügistan gefällt,
ist die Musik, die uns jeden Tag das Leben erhellt.
Nur viele Töne ergeben einen Klang,
nur wir alle zusammen ergeben Rügistan!
Refrain