Aus dem Jahrbuch 2007, von OStD. Rüger
Deutschland ist das Land der Dichter, Denker und Raucher. Letzteres trifft jedoch nicht auf das Mönchsee Gymnasium zu. Hochachtung dafür! In einem nicht einmal zwei Jahre dauernden Entwicklungsprozess hat sich die Schulgemeinschaft dafür entschieden, die gesamte Schule rauchfrei zu machen, sowohl für alle Schülerinnen und Schüler, als auch für alle Erwachsenen. Mit der Stadt Heilbronn konnte zusätzlich vereinbart werden, dass die dem Schulgelände angrenzenden Gehwege in diese pädagogische Verbotszone einbezogen werden dürfen.
In diesen Entscheidungsprozess wurden alle Beteiligten an der Schule einbezogen, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer. Alle konnten ohne Aufregung zu dieser Entwicklung stehen und der befürchtete Widerstand blieb aus. Dies zeigt, dass an unserer Schule viele in wichtigen erzieherischen Aufgaben an einem Strang ziehen. Alle wissen, dass es bei der rauchfreien Schule nicht um ein weiteres Verbot geht, sondern um den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen, auch wenn Kontrollen und nötigenfalls Sanktionen dahinter stehen müssen, auch wenn Verbote immer unbequem sind und das Ziel aller Erzieher sein muss, mit möglichst wenigen Verboten auszukommen.
Ich finde es toll, dass die Menschen dieser Schule Position bezogen haben und bei der Suchtprävention nicht wegschauen wollen, auch wenn das Land Baden Württemberg noch Raucherecken an den Schulen erlauben will.
Jedem muss klar werden, dass es keine Argumente für das Rauchen gibt und Raucher keinen Schutz brauchen.
Der Weg zur rauchfreien Schule wurde in erster Linie vorbereitet durch unseren Möchsee- Arbeits-Kreis-Suchtprävention - kurz M.A.K.S. genannt (siehe M.A.K.S.-Projektseite). In diesem Arbeitskreis arbeiten mehrere engagierte Eltern und zwei Lehrerinnen und Lehrer mit, vorneweg unsere Suchtpräventionslehrerin Frau Ilka Hoffmann, die mit bemerkenswerter Klarheit und Ruhe dieses Anliegen in die Lehrerschaft hineintrug und erfolgreich abschließen konnte. Wir von M.A.K.S. freuen uns auf weitere Mitstreiter. Haben Sie nicht Lust einmal vorbeizukommen? Fragen Sie Frau Hoffmann nach dem nächsten Termin.