
von Samira Fuchs (6b)
Herr Dag, ein Muslim aus Heilbronn, besuchte uns, die 6b, am 27.03.2009 im Deutschunterricht und erzählte uns von dem muslimischen Glauben, dem Islam.
Der Islam ist so vielfältig, dass man Ozeane von Tinte bräuchte, um ihn zu beschreiben. Muslime glauben an Allah (das heißt Gott), an Engelwesen, an die Heiligen Schriften, die den Menschen durch den Erzengel Gabriel offenbart wurden, und an die Propheten: Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammed. Außerdem glauben sie an den Jüngsten Tag und an die Vorsehung.
Jeder Mensch wird von Geburt an von zwei Engeln durch sein ganzes Leben begleitet. Der rechte Engel schreibt die guten Dinge seines Lebens auf, der linke die schlechten und am jüngsten Tag werden die Engel Zeuge sein für sein irdisches Leben, danach wird Gott entscheiden, ob der Mensch in das Paradies kommt oder nicht. Muslim sein heißt: Gottergebenheit. Muslime glauben an die Offenbarung: nicht nur an den Koran, sondern auch an die heiligen Schriften der Juden und an das Evangelium der Christen. Wenn man Menschen hilft, ist das auch Gottesdienst. Muslime sind sehr soziale Leute. Sie dürfen nicht ohne Bedarf ein Tier töten, ja nicht mal ein Blatt vom Baum abreißen.
Muslime leben nach dem Koran, dem heiligen Buch des Islam. Im Koran steht, wie man leben soll. Es gibt fünf Säulen des Islam: die erste Säule ist das Glaubensbekenntnis (Shahada), die zweite das Gebet (Salat), die dritte das Almosengeben (Zakat), die vierte Fasten (Saum) und die fünfte die Pilgerreise (Hadsch).
Wenn man betet, nimmt man als Unterlage einen Gebetsteppich oder eine Decke. Nach der Waschung ist man sauber und kann beten. Das Gebet wird in der Morgendämmerung, am Mittag, am Nachmittag, beim Sonnenuntergang und in der Nacht verrichtet.Wenn man betet, betet man immer in Richtung Kaaba. Die Kaaba ist das erste Gotteshaus auf Erden und wurde von Prophet Adam erbaut.
Die Muslime beachten auch den Ramadan, das heißt, im Fastenmonat essen und trinken sie nichts vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang. Man soll in dieser Zeit seinen eigenen Körper kennen lernen und auch lernen Mitgefühl mit denjenigen zu empfinden, die wirklichen Hunger leiden. Außerdem lernt man, was Ausdauer, Selbstbeherrschung, Enthaltsamkeit, Genügsamkeit und Geduld sind. Ramadan wird jedes Jahr um zehn Tage verschoben, damit man mal im Sommer, mal im Winter fasten muss. Ramadan ist nur einmal im Jahr und dauert einen Monat.
Die Pilgerreise (ca. 30 Tage) unternimmt man einmal im Leben. Man fährt nach Mekka und Medina. Die Reise machen Muslime, die es sich leisten können und die gesundheitlich dazu in der Lage sind. Der Pilger bekommt den Titel Hadschi, somit war unserer Besucher „Hadschi Ferhat Dag".
Wir danken Herrn Dag ganz herzlich für seinen interessanten Vortrag.