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Studienfahrt 2010 – Prag – Kafka - Knödel - Kaos 
(20.09 – 24.09)

 

Deutschland - Heilbronn Busbahnhof Karlstraße – Montagmorgen kurz vor sieben Uhr:
Noch teilweise verschlafen findet sich die Jahrgangsstufe 13 zusammen, um ins Abenteuer Prag zu starten. Schneller als gedacht sind die gefühlten 1000 Koffer und Taschen in den zwei Reisebussen verstaut.
Toni und Mitch, unsere beiden Busfahrer sorgen schon von Anfang an für gute Laune und Toni beschwert sich auch nicht über die laute Volksmusik, die aus dem hinteren Teil des Busses dröhnt.
Nach ca. sieben Stunden Fahrt – ausgiebige Klopausen mitgerechnet – erreichen wir Prag.
Erster Eindruck: marode Plattenbauten, abbruchreife Fabrikgebäude und heruntergekommene Wohnviertel.
Schnell geht das Gemecker los, allerdings sollten wie die schöne Seite Prags ja auch erst noch kennen lernen!
Olympik

Nach einiger Zeit halten unsere Busse vor unserem „luxuriösen“ Vier-Sterne-Hotel. Über dem Eingang verschönert eine einsame Lichterkette den Anblick.
Wir fühlen uns zurückversetzt in die guten alten Zeiten der Plattenbauten.
Der tote Fisch im Brunnen des Foyers macht das Bild komplett.

Nach einigen Konflikten mit den altersschwachen Aufzügen, erreichen wir schließlich unsere Zimmer: eng, etwas baufällig, aber trotzdem sauber und vor allem gemütlich.
Sogleich entdecken wir einen großen Vorteil unseres Domizils; die relativ zentrale Lage mit nahe gelegenem Supermarkt, sowie eine gute Anbindung ans Verkehrsnetz.
Den ersten Abend nutzen die meisten von uns für eine erste Stadterkundung und schnell wird bewusst, wie schön Prag doch in Wirklichkeit ist, was den ersten negativen Eindruck berichtigt.

Am nächsten Morgen, sowie auch an den darauffolgenden Tagen, beginnt das Tagesprogramm am Wenzelsplatz.
Aufgeteilt in vier Gruppen, ausgestattet mit Reiseguides und Lehrern, beginnen wir mehr oder weniger pünktlich unsere Stadttouren. Diese führen uns zu den schönsten Ecken Prags, beispielsweise den verwinkelten, romantischen Gassen in der Altstadt, der berühmte Rathausuhr am Altstädter Ring, der Karlsbrücke mit ihren Künstlern, dem Jüdische Viertel, deren wunderschönen Synagogen und dem beeindruckend große Friedhof, der Burg Hradschin und der geschichtsträchtigen Deutschen Botschaft.

Wache

Unter den Themen jüdisches Prag, Kafka und Architektur erfahren wir allerhand Interessantes über die tschechische Hauptstadt.

Das sonnige und warme Wetter trägt zur guten Laune bei.

In unseren Mittagspausen haben wir dann die Gelegenheit böhmisches Essen, wie zum Beispiel Knödel, für uns zu entdecken.

Einige von uns kommen zusätzlich in den Genuss, Tom Cruise, Katie Holmes und Suri unerwartet zu begegnen. Nachdem Tom Cruise einer der Stadtgruppen zuwinkt und ein tschechisches Fernsehteam auf deren hysterisches Gekreische aufmerksam wird, ertönt im Hintergrund Herrn Häffners irritierte Frage: „ Was hat der, was ich nicht habe?“

Die Antwort darauf sind wir ihm jedoch immer noch schuldig.
(sorry Herr Häffner! J)

Fernsehen

Auch an den Abenden wird uns nicht langweilig.
Das Programmangebot reicht von den klassischen Opern „La Traviata“ und „Othello“ im Nationaltheater bzw. –oper, über Jazzkeller bis zu dem für Tschechien typischen Schwarzlichttheater.
Darüber hinaus bleibt Platz um das Prager Nachtleben zu entdecken.

Den letzten Abend verbringen wir gemeinsam bei einem Abendessen im Café Adria. Ein Großteil der Stufe lässt den Abend im bekannten Club „Duplex“ ausklingen, indem schon Mick Jagger seinen Geburtstag gefeiert hat.

Nach einer kurzen Nacht und dem „exklusiven“ Frühstück machen wir uns auf die Heimreise.

Auf einem Asiamarkt nahe der Grenze, haben wir noch einmal die Gelegenheit die letzten Kronen auszugeben.

Klasse 13

Kurze Zeit später, wieder auf der Autobahn, passiert dann das Unglück: einer der Busse gibt den Geist auf und muss in die Werkstatt, während die anderen hämisch grinsend weiterfahren.
Doch auch der zweite Bus erreicht mit einer Stunde Verspätung schließlich Heilbronn.

Beim Anblick des verregneten Wetters wünschen sich viele jedoch zurück in die „Goldene Stadt“.

Abschließend möchten wir uns im Namen der gesamten Stufe bei den begleitenden Lehrern – Frau Rudolf, Frau Jätzold, Frau Banghard-Jöst, Herrn Eicher und Herrn Häffner – für die gute Organisation und den schönen Aufenthalt in Prag bedanken.

Die Studienfahrt wird uns sicherlich immer in guter Erinnerung bleiben.

 

Verfasst am 02.10.2010 von

Johanna Kocks, Kristina Wicke, Sarah Mackert und Ronja Rohlik