Besuch in der Kunsthalle Würth
- Bericht von Silke Alischer und Sarah Kungl -
Einen Einblick in die Welt der Niki de Saint Phalle bekommen ungefähr 70 Schülerinnen und Schüler des Mönchsee-Gymnasiums aus dem Kammerchor, der Kunst AG und Mitwirkende des letzten Neujahresfests der Diaphania, als sie am 20.10.2010 der Einladung von Frau Carmen Würth folgen, die aktuelle Ausstellung der Kunsthalle Würth in Schwäbisch- Hall zu besuchen.
Nach einer heiteren Zugfahrt stehen im Nebengebäude kleine Leckereien bereit. Während die Gruppe diese genießen kann, erfahren sie vom Bürgermeister der Stadt Schwäbisch- Hall Interessantes über die Salzsiederstadt. Auch der Schulleiter Herr Dr. Andreas Meyer geht zum Rednerpult und dankt der anwesenden Frau Carmen Würth und Frau Sylvia Weber im Namen der Diaphania und des Mönchsee -Gymnasiums für die gute Zusammenarbeit.
Anschließend werden die Schüler in drei Gruppen durch die Ausstellung geführt.
Unter dem Thema „Märchen – Träume – Mythen“ präsentiert die Kunsthalle Würth viele verschiedene Arten von Werken, welche Niki de Saint Phalle in ihrem Leben erschaffen hat: Gemälde, Assemblagen, Schießbilder, Skulpturen und Installationen.
Dies alles begeisterte auch viele andere Museumsbesucher, sodass die Übersichtsausstellung der vielseitigen Künstlerin Niki de Saint Phalle , deren richtiger Name Catherine Marie-Agnes Fal de Saint Phalle (1930 – 2002) ist, zu der erfolgreichsten und meist besuchtesten Ausstellung in der ganzen Geschichte der Kunsthalle gezählt werden kann.
Mal kindlich verspielt, mal verstörend gewalttätig - jedes Werk zeigt eine andere Station im Leben von de Saint Phalle.
Ein großes Farbenfeuerwerk stellen mit Sicherheit die Nanas dar. Diese schrillen, bunten und kräftigen Großplastiken zeigen allesamt fröhliche Frauen. Sie sind ein Symbol für die freie Frau, sowie für Kraft und Stärke. Genau diese Eigenschaften treffen auch auf die Power-Frau Niki de Saint Phalle zu. Sie malte Bilder, kreierte Skulpturen, schrieb an Theaterstücken und drehte Filme. Ihr Temperament ist den riesengroßen Figuren anzusehen. So äußerte sie sich selbst einmal, dass sie sich vorstellen könne, als Schmetterling wiedergeboren zu werden: „Die kommen jedes Jahr im Sommer und machen die Welt bunter- wie die Nanas.“
Und dieses Spiel der Farben und Formen zieht die Schüler in seinen Bann. Die großen Skulpturen im Eingangsbereich üben beim Abschied noch ein letztes Mal ihre Faszination aus und Spiegel - und Glasmaterial zaubern beeindruckende Lichtreflexe in der Nachmittags-Sonne.