Knoxville, Tennessee

Seit 2007 führt das MSG alle zwei Jahre einen Schüleraustausch mit der Grace Christian Academy in Knoxville durch. Die Zehntklässler verbringen in der Regel ca. zwei Wochen im Oktober in den USA und freuen sich danach auf den Gegenbesuch im März.

Hier gibt es Bilder vom Besuch in Knoxville im Oktober 2017.

Na, Interesse bekommen? Dann lest doch mal unseren Bericht... viel Spaß!

 

USA-Austausch 2017

Grace Christian Academy Knoxville & Mönchsee Gymnasium Heilbronn

Mittwoch, 11. Oktober 2017 (Joline RIchter)

05:45 – jetzt geht’s los! 12 Tage voller Erlebnisse.

Wir sitzen, noch ziemlich müde, zusammen im Bus, welcher uns vom Busbahnhof Heilbronn zum Frankfurter Flughafen bringt. Schnell wurden noch ein paar Dinge besprochen, schon waren wir auch schon da, stiegen aus dem Bus aus und liefen zusammen in den Flughafen hinein. Zuerst einmal wollen wir unser Ticket auszudrucken und unsere großen, schweren Koffer (max. 23 kg) abgeben. Dabei wurden wir von freundlichen Mitarbeitern des Flughafens „interviewt“. Sie stellten uns dabei Fragen, wo wir hingehen, was wir dort vorhaben, mit wie vielen Personen wir reisen, und so weiter. Nichts, wovor man Angst haben muss. Danach ging es ganz schnell weiter durch den Sicherheitscheck. Nachdem wir alles hinter uns hatten, ruhten wir uns erst einmal in der Abflughalle aus und kauften noch schnell etwas zu essen und zu trinken, machten Fotos und warteten nun ungeduldig darauf, bis wir endlich in das Flugzeug durften.

Im Flugzeug angekommen, machten wir es uns bequem und mit unserer Umgebung vertraut. Außerdem saß nicht jeder alleine. Wir saßen in Gruppen zusammen und konnten uns so gut unterhalten oder anderweitig beschäftigen. Wir konnten Filme anschauen, schlafen, reden oder aber staunend aus dem Flugzeugfenster schauen und unsere Reiseroute auf dem Bildschirm im Flugzeug verfolgen. Zur Stärkung gab es Essen und Trinken, was auch schon ein kleines Erlebnis warJ.  Schnell verging die Zeit und wir landeten in Detroit.

Dort angekommen, wurden erst einmal unsere Pässe und unsere ESTAs kontrolliert, auch hier wurden wir „interviewt“. Danach ging es, nachdem wir unseren großen Koffer abgeholt hatten, direkt durch den Security-Check und in die Abflughalle. Da hatten wir dann insgesamt 3 Stunden Aufenthalt und genügend Zeit, um uns etwas zu essen zu kaufen (Bagle!!) Das erste amerikanische Essen.

Das zweite Flugzeug von Detroit nach Knoxville war im Vergleich zum ersten viel kleiner, wir saßen dort auch blöderweise nicht nebeneinander sondern im ganzen Flugzeug verteilt, was jedoch nicht schlimm war, da das Flugzeug sehr klein war und der Flug sowieso nur ca. 1 Stunde dauerte.

Doch dann war es endlich geschafft. Wir hatten unser Ziel Knoxville erreicht.

Gemeinsam holten wir unsere Koffer ab und wurden so herzlich von unseren Austauschpartnern in Empfang genommen, dass man die Müdigkeit fast vergaß. Das war ein sehr, sehr schöner Moment!

Nach einigen Umarmungen ging jeder mit seinem Austauschpartner mit. Meine Austauschfamilie ging erst mal mit mir Essen. Sehr satt und sehr müde fuhren wir im Anschluss in „mein neues“ zu Hause.

Meine Austauschpartnerin führte mich noch kurz im Haus herum und zeigte mir alles. In meinem Zimmer richtete ich mich ein wenig ein und schlief dann ganz schnell ein. Wohl wissend, dass Morgen ein toller Tag auf mich warten würde und ich fit sein wollte.

 

Donnerstag, 12. Oktober 2017 (Marie Hengsteler)

An unserem ersten Tag in Knoxville begann unser Tag um 9.30 Uhr mit einem typisch amerikanischen Frühstück im Restaurant "Cracker Barrel". Dort trafen sich alle und wir tauschten uns über unsere erste Nacht in der Gastfamilie aus. Nach leckeren Blaubeerpancakes ging es weiter in den Erlebnispark Dollywood. Langsam machte sich auch unser Jetlag bemerkbar, doch mit Achterbahnen und unserer ersten amerikanischen Pizza haben wir den wirklich warmen Tag genossen. Gegen 14.00 Uhr trennte sich die große Gruppe und wir durften in den Familien mitentscheiden, was als nächstes gemacht werden sollte. Einige gingen in ein Outlet, andere in die Berge oder manche blieben noch eine Weile in Dollywood. Nach einem erlebnisreichen, aber auch langen Tag war dieser, wegen des Jetlags, auch früh zu Ende.

 

Freitag, 13. Oktober 2017 (Jana Siegl)

Heute hatten wir einen 'lazy-morning' in unserer Gastfamilie.

Jeder Austauschschüler verbrachte den Morgen in seiner Gastfamilie mit individuellem Programm.

Meine Gastfamilie ging mit mir zum Frühstücken zu Chick-fil-A. Hier konnte man 'chicken in biscuits' essen. Dazu gab es Cola oder Wasser. Danach gingen wir wieder nach Hause und schauten uns einen Film an.

Gegen Mittag haben wir uns alle zusammen in einem Restaurant zum typisch amerikanischen Burger-Essen getroffen.

Den Nachmittag konnte jede Gastfamilie wieder individuell verbringen.

Wir sind mit Alisa und ihrer Austauschschülerin in einen typisch amerikanischen Supermarkt gefahren. Es gab dort viele Süßigkeiten und sämtliche Gerichte schon fertig abgepackt. Ziemlich überrascht waren wir, dass es dort auch eine große Auswahl an Klamotten gab.

Am späten Nachmittag trafen wir uns mit Isabella, Alisa und ihren Austauschschülerinnen zum Bowlen. In der Anlage gab es auch Lasertag, was wir natürlich gleich noch ausprobiert haben. Wir hatten viel Spaß zusammen, da wir uns alle auch sehr gut verstanden.

Am Abend gab es zu Hause Sandwiches - das war das einzige Mal, dass wir zuhause etwas gegessen haben. In Amerika machte ich die Erfahrung, dass man sogar schon zum Frühstück außer Haus geht und Fastfood eine wichtige Rolle spielt .  

 

Samstag, 14. Oktober 2017 (Alisa Braun)

Unseren Tag hatten wir mit einem entspannten Morgen begonnen.

Das Aufstehen war erst um 9 Uhr angesagt. Nach dem Frühstück machten wir uns kurz nach 10 Uhr zu unserem ersten großen Football Spiel nach Tennessee auf den Weg. Das Footballspiel fand im fünftgrößten Stadion der USA statt, in welchem bis zu 102.000 Personen Platz haben. Es spielte das „orangene Team“ aus Tennessee gegen das „dunkelrote Team“ aus South Carolina. Bereits um 11 Uhr war unter den Zuschauern eine super Stimmung und der Geräuschpegel nahm deutlich zu. Das Spiel begann um 12 Uhr und war sehr interessant und verlief mit vielen Rangeleien zwischen den beiden Mannschaften. Eine Halbzeit besteht aus 2-mal 15 Minuten Spielzeit, wobei die Zeit bei Seitenwechsel, Strafentscheidung, Wechsel des Ballbesitzers, Yard Messung und „Time Outs“ angehalten wird. Dadurch dauert ein Spiel zwischen 3-3,5 Stunden. Unser Spiel wurde um 12 Uhr angepfiffen und um ca. 15:15 Uhr beendet. Nach dem Spiel waren wir alle sehr hungrig woraufhin meine Gastfamilie mich zum Pizzaessen einlud.

Als wir nach unserer Rückfahrt wieder Zuhause bei meiner Gastfamilie ankamen, haben wir den Abend gemütlich vor dem Fernseher mit einem Walt-Disney Film ausklingen lassen.

 

Sonntag, 15. Oktober 2017 (Manuela Waible)

Morgens musste ich zuerst Baylee, meine Austauschschülerin, wecken, da sie trotz Wecker verschlafen hatte. Danach gingen wir zur „Lighthouse Christian Church“, wo es ein sehr süß zubereitetes Frühstück gab. Der anschließende Gottesdienst war ziemlich cool mit einer richtigen Band und Scherzen vom Prediger und den Zuhörern. Es war aber trotzdem Inhalt und eine tiefgründige Nachricht dabei.

Nach dem Gottesdienst hatten wir ein richtig gutes Mittagessen bei Freunden, wobei ich einmal wieder zu viel gegessen habe. Ein bisschen Sport in Form von Tischtennisspielen mit Evan, dem kleinen Bruder von Baylee, war zwischendurch auch ganz gut.

Danach sind Baylee und ich Werbung an Ladenbesitzer verkaufen gegangen, um Geld für ihre Theaterkostüme zu sammeln. Dabei kamen ziemlich lustige Reaktionen heraus.

Am Ende unserer kleinen Rundfahrt sind wir noch in einen „Ingles“, einen Supermarkt, gegangen. Dort ist alles, wie sonst auch immer, viel zu groß gewesen, so auch die Süßwarenabteilung.

 

Montag, 16. Oktober 2017 (Ida Wehner)

Montag war der erste richtige Schultag. Wir sind um 6:30 Uhr aufgestanden und um kurz nach 7 mit dem Auto meiner Austauschschülerin losgefahren. Es war sehr voll deshalb waren wir erst gegen 7:45 Uhr in der Schule. Die Schule in Amerika ist anders als hier in Deutschland. Die Schüler haben, wie hier in der Oberstufe verschiedene, insgesamt 7, Kurse. In der 4. Stunde haben sich alle Deutschen zu einer kurzen Besprechung getroffen und danach gab es Mittagessen von Chick-Fil-A. 

Nach der Schule, um 15:15 Uhr sind alle nochmal kurz nachhause gefahren um sich umzuziehen und danach zur Feuerwehr von Knoxville zu fahren. Hier hat der Vater eines Austauschschülers uns eine kleine Führung gegeben, bis er aufgrund eines Einsatzes plötzlich weg musste. Da in Amerika gesagt wird, dass Feuerwehrmänner gut kochen können, haben wir das an diesem Abend ausprobiert und in diesem Fall war es wahr. Es war sehr lecker. 

Anschließend sind wir noch ein wenig in Knoxville herumgelaufen, haben Bilder gemacht und heiße Schokolade getrunken. Nach und nach hat sich die Gruppe aufgelöst und jeder ist nach Hause gefahrenen. Den Rest des Abends verbrachten meine Gastfamilie und ich mit reden und „The Voice“ schauen. 

 

Dienstag, 17.10.2017 (Valentin Hell)

Nachdem wir aufgestanden waren und gefrühstückt hatten, sind wir zur Schule gefahren, da um 7.10 die Chorprobe stattfand. Nach der Probe hatten wir Englischunterricht bei Mrs. Raby um 8.15. Während der Unterrichtsstunde gab es einen Probefeueralarm. Alles hat gut geklappt und die Schüler konnten wieder zurück ins Schulgebäude. Solche Probefeueralarme solle es jeden Monat geben. Nach der ersten Stunde trafen wir uns schon im Foyer, worauf wir um 9.30 Uhr mit dem Bus zum Museum der Appalachen fuhren. Die Appalachen sind das Gebirge in der Nähe von Knoxville. Schließlich kamen wir dort um 10.00 Uhr an. Im Museum durften wir uns umschauen und verschiedene Häuser besichtigen, in denen es alte Alltagsgegenstände, wie Werkzeuge gab. Im Museum gab es auch Tiere, wie Hühner, Schafe, Ziegen, eine Katze und sogar einen Pfau. Während unseres Museumbesuchs gab es Mittagessen, da gab es Schnitzel, Kartoffelpüree, Bohnen und zum Nachtische Cookies und Kuchen. Am Ende waren wir noch im Museumsladen Mitbringsel einkaufen und danach ging es um 14.10 Uhr mit dem Bus wieder zurück zur Schule. Dazwischen haben wir noch ein Eis gegessen und nachdem wir an der Schule ankamen, ist jeder nach Hause und hat verschiedene Dinge gemacht.

 

Mittwoch, 18. Oktober 2017 (Isabella Rhein)

Um 8:15 Uhr startete die Schule heute wie jeden Tag. In der ersten Stunde versammelten sich alle deutschen Austauschschüler in der Deutschstunde des Deutschkurses 1. Das Ziel war unter anderem, dass die Amerikaner uns Fragen stellen können. In der 4. Stunde haben wir uns mit Herrn Strauss zu einem Meeting in der Cafeteria getroffen, bei dem jeder erzählen sollte wie es ihm geht und ob es Probleme gibt. Nach Schulende fand ein Schüler Fußballspiel statt. Am restlichen Tag war es jedem freigestellt etwas mit seiner Familie zu unternehmen. Viele sind in die Kirche gegangen. Die Kirche fand in einem Saal in der Schule statt und war ganz anders als in Deutschland: Viele Schüler sind gekommen, der Gottesdienst wurde von Jugendlichen gestaltet, die außerdem noch in einer Live-Band gespielt haben, die von Lichteffekten etc. unterstützt wurde. Zeitgleich hatte das Mädchen Fußballteam der Schule ein wichtiges Spiel, das sie nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen letztendlich gewannen.

 

Donnerstag, 19. Oktober 2017 (Philipp Zügel)

Am Dienstag ging ganz Grace in den Schülergottestdienst. Alle Stufen (high school, middle school) sammelten sich in einer großen Halle. Die Kirche bzw. generell Gottesdienste sind in Amerika grundlegend unterschiedlich zu einem deutschen Gottesdienst. Es gibt eine Band, einen eigenen Chor und auch Solosänger. Man könnte es auch als Musical bezeichnen. Auch die Predigt ist anders, sie wurde personalisiert und somit an die Schülerinnen und Schüler angepasst. Der Prediger predigte von seiner starken Drogensucht, welche schon im Kindesalter anfing. Er erzählte von seinem Ausweg aus dieser schlimmen Sucht und das er all dies nur mit der Kraft von Gott schaffte. Am Ende des Gottesdienstes wurden noch Bilder von den sogenannten Seniors, so werden die 12.-klässler genannt, in einer Diashow, gezeigt. Nach der Schule sind Ryan (Davids Austauchpartner), Diego (mein Austauschpartner), David und ich noch bowlen gegangen. Anschließend sind wir vier noch gemeinsam in einer Pizzeria Essen gegangen.

 

Freitag, 20. Oktober 2017 (Matilda Perez)

Am Freitag, den 20.10.2017 bin ich um 6:20 Uhr aufgestanden. 

Normalerweise standen wir nicht so früh auf. Doch heute war ein besonderer Tag: Meine Austauschpartnerin Brighton und ich gingen in die Elementary School der Grace Christian Academy um den kleinen Kindern dort vorzulesen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Wir waren so genannte „Reading buddys“ und verbrachten um 7:45 Uhr zwanzig Minuten mit einem kleinen Mädchen aus der Elementary School.

Um 8:15 Uhr begann dann unsere erste Unterrichtsstunde: Englisch. Der Unterricht war ganz anders aufgebaut und gestaltet. Es war sehr interessant und das im positiven Sinne, denn der Unterricht machte mir unglaublich viel Spaß.

Ab 9:10 Uhr hatten wir dann Geometrieunterricht. Auch dieser Unterricht hat mir, wider meiner Erwartung, ziemlich viel Spaß gemacht. Teilweise hatten wir das Thema nämlich schon vor ein, zwei Jahren in Mathe.

Um 10:10 Uhr hatten wir dann Deutschunterricht bei Frau Randles, der Lehrerin der Amerikaner. Es war einfach eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre dort und trotzdem hat jeder aufgepasst und sich mit dem Unterricht befasst.

Um 11:05 Uhr hätten wir eigentlich European History Unterricht gehabt, doch der ist ausgefallen und somit hatten wir dann eine Aufsichtsstunde. Das fand ich ein bisschen schade, denn die Lehrerin in European History ist wirklich cool. Genau wie Frau Randles und so gut wie alle Lehrer auf der GCA, die ich kennenlernen durfte.

Um 11:55 Uhr startete dann unser Lunchbreak in der Cafeteria und der Salat und die Suppe waren unglaublich lecker.

In der fünften Unterrichtsstunde waren die „Amerikaner“ dann im Unterricht und wir Msg-ler hatten ein „Meeting“. Wie sich herausstellte waren wir alle nicht begeistert davon bald abreisen zu müssen.

Danach ging unsere Gruppe in die middle school um den Sechstklässlern dort eigentlich eine Art „Interview“ zu geben. Dies passte jedoch zeitlich nicht, da wir uns alle noch GCA-Schul-T-shirts und Pullis kaufen wollten.

Natürlich war das schade, doch jetzt haben fast alle von uns schöne Schulpullis.

Danach sind wir in den höchsten Deutschkurs (Deutsch 4) gegangen, der wie alle anderen Deutschkurse von Frau Randles unterrichtet wurde.

Und erneut haben wir sehr viel gelacht und die Amerikaner gelernt:

Unter anderem haben einige gelernt, dass es nicht heißt »Ich bin ein Football«, sondern »Ich spiele Football«. Zusammengefasst hatten wir in den Deutschstunden wirklich Spaß.

Nach Deutsch sind wir erneut in die middle school gegangen um ein „Interview“ vor den Siebt- und Achtklässlern zu geben.

Es war lustig, aber fast alle fanden es sehr sehr schade, dass wir nicht mehr mit in den Unterricht unserer Austauschschüler gehen konnten, sondern in die middle school gegangen sind. Vor allem, da man auch Freundschaften mit Klassenkameraden geknüpft hat, von denen man sich dann aber leider nicht mehr richtig verabschieden konnte.

Nach der Schule gingen wir dann ins Corn Maze:

Als aller erstes sind viele von uns Mädchen auf einem "trampolinartigen" Luftkissen herumgehüpft und hatten dabei extrem viel Spaß. Dann holten ein paar von uns, unter anderem ich, French Fries, Reeses (eine erdnussbutterhaltige Schokolade) und Trinken.

Fazit davon ist: ich liebe amerikanisches Essen und die Süßigkeiten.

Danach sind wir wieder ins Sonnenblumenfeld zu den anderen gegangen und haben dort zusammen Bilder gemacht und einfach nur geredet und gelacht, sowohl einige der Mädchen, als auch die Jungs. Dann entschieden wir uns, als es schon dunkel geworden war, ins Corn Maze, ein rießiges Maisfeldlabyrinth, zu gehen. Manchmal haben wir uns gegenseitig erschreckt, was uns alle immer wieder zum Lachen gebracht hat. Und es entstanden Gespräche mit Austauschschülern, mit denen man davor eigentlich gar nicht so viel zu tun hatte.

Alles in allem war der Freitag ein wunderbarer Tag und der ganze Austausch bisher elf wundervolle Tage, die ich auf jeden Fall nicht vergessen werde. Denn wir hatten so viel Spaß!

 

Samstag, 21. Oktober 2017 (1) (David Hemmrich)

Diesen Text schreibe ich Samstagabends. Heute war für mich der beste Tag der ganzen Woche und überhaupt war der Austausch für mich mehr als nur eine Reise. Auch wenn ich jetzt wieder gehen muss habe ich viele sehr freundliche Menschen kennen gelernt. Auch wenn ich mit den meisten nie mehr ein Wort sprechen werde, werde ich viele nicht mehr vergessen. Gerade denke ich über den Tag, die Reise und weil ich nicht schlafen kann, über mein Leben nach und die Tatsache, dass ich morgen ein paar Stunden nachdem ich aufwache schon wieder im Flugzeug nach Deutschland sitze, was mich ziemlich traurig macht. Ich weiß noch nicht, wer diesen Text einmal lesen möchte und ich bereue schon diesen so geschrieben zu haben. Ich werde trotzdem nichts mehr daran ändern um meine Gedanken "unverfälscht" wiederzugeben. Der Amerikaaustausch wird wohl ein Ereignis sein, von dem ich in Zukunft noch lange erzählen werde. In diesem Sinne, ein trauriger, entspannter, erleuchteter, schmunzelnder David wünscht einen schönen Tag.

 

Samstag, 21. Oktober 2017 (2) (Herr Strauss)

Am Abend des letzten Austauschtages wurden wir von Abbeys Eltern zur Abschiedsparty eingeladen. Es wurde klassisch amerikanisch gegrillt und die Eltern erstellten mit Salaten und Nachtischen ein tolles Buffet. Später kümmerten sich die Väter noch um ein großes Lagerfeuer und alle durften von ihren schönsten Momenten der letzten 11 Tage berichten. Zu später Stunde stimmten die Schüler gemeinsam deutsche und amerikanische Lieder an, von Kinderliedern bis zu Schlager war alles dabei und es wurde viel gelacht. Auch heute fiel der Abschied schon schwer und viele Tränen flossen bereits.

Sonntag & Montag, 22. & 23. Oktober 2017 (Joline Richter)

Am Morgen des Abschiedstages frühstückte ich mit meiner Austauschfamilie und richtete meine Koffer für die Abreise. Zu meiner Überraschung hatte jedes Familienmitglied eine kleine Überraschung in Form eines Geschenkes für mich vorbereitet. Schon hier fiel uns der nahe Abschied sehr schwer, da wir uns super verstanden haben und uns ins Herz geschlossen haben.

Gemeinsam fuhren wir noch zu einem Sonntagsgottesdienst. Dieser Gottesdienst war anders als die Gottesdienste, die wir aus Deutschland kennen. Es wurde sehr viel gesungen und anstatt einer „normalen“ Predigt wurde ein Predigt-Sketch aufgeführt. Das war echt toll!

Danach fuhren wir zum Flughafen und trafen auf den Rest der Gruppe. Nachdem wir unsere Koffer abgegeben hatten, mussten wir vor dem Security-Check Abschied nehmen. Das war sehr traurig!!!

Doch wir ermutigten uns, dass es eigentlich gar kein richtiger Abschied ist, sondern erst Halbzeit, da die Amerikaner uns in ca. 130 Tagen besuchen kommen. Trotzdem liefen wir alle ganz verheult durch den Security-Check und danach ganz schnell in die Abflughalle. Wir flogen wie beim Hinflug wieder mit einer sehr kleinen Maschine, diesmal jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass wir nach Atlanta flogen und diesmal überwiegend nebeneinander saßen.

In Atlanta angekommen, gingen wir erst einmal etwas essen. In der Mitte standen ganz viele Tische. Drum herum gab es ganz viel essen zu kaufen. Nachdem jeder etwas gegessen hatte, gingen wir auch schon zur Abflughalle.

Im Flugzeug nach Frankfurt gab es ein kleines Problem mit den Sitzplatzbuchungen. Aus welchen Gründen auch immer wurden unsere Sitzplätze so gebucht, dass nur etwa die Hälfte zusammen saß und der Rest im Flugzeug verteilt war. Doch Herr Strauss hat nach kurzer Zeit einen Kompromiss mit viel Einsatz hinbekommen. So konnten zumindest (fast) alle neben jemandem aus der Gruppe sitzen. Da  wir durch die Nacht flogen, versuchten alle ein wenig Schlaf zu finden. Diejenigen, bei denen das nicht funktionierte, konnten sich anders beschäftigen oder Filme anschauen.

Am nächsten Morgen in Frankfurt angekommen, holten wir unsere Koffer ab und wurden kontrolliert (Pässe). Da wir nach Deutschland eingereist sind, war diese Prozedur ganz normal und schnell erledigt. Ein Bus holte uns ab und brachte uns sicher und müde zur Schule.

Dort warteten unsere Eltern und Frau Ehrlich auf uns. Nach einer herzlichen Begrüßung stärkten wir uns an dem vorbereiteten Frühstücksbuffet unserer Eltern und tauschten uns ein wenig aus. Einige Klassenkameraden bekamen Wind von unserer Ankunft und begrüßten uns stürmisch. Diese mussten jedoch bald in ihren Unterricht zurück und wir fuhren müde aber glücklich nach Hause.

Noch sehr verschlafen aber willig, nahmen wir, wie besprochen, am nächsten Tag zur 3. Stunde wieder am Schulalltag des MSGs teil. Oft wurden wir aufgefordert von unserem Austausch zu erzählen und wir konnten sehr, sehr, sehr viel berichten. JJJJJJJ